Unterstützung auf vielen Wegen:
BMUB-Förderprogramme
für Mobilität & Klimaschutz

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Die Vielfalt der innovativen Lösungen für Herausforderungen in der Mobilität ist beeindruckend – das zeigen die zahlreichen spannenden Leuchtturmprojekte, die wir Ihnen auf unserer Seite präsentieren. Gute Ideen sind die halbe Miete, doch die praktische Umsetzung benötigt auch finanzielle Unterstützung. Hier finden Sie die wichtigsten Fördermöglichkeiten für Projekte nachhaltiger Mobilität: 

Die Nationale Klimaschutzinitiative

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das Bundesumweltministerium (BMUB) zahlreiche Projekte im Spektrum von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen, die den Herausforderungen des Klimaschutzes mit kreativen Lösungen begegnen. Die NKI richtet sich dabei sowohl an Verbraucherinnen und Verbraucher als auch direkt an die Kommunen. Auch die Bereiche Wirtschaft und Bildung werden angesprochen. Sie alle spielen eine wichtige Rolle beim Erreichen der Klimaschutzziele. Deutschlandweit zeigen viele regionale Beispiele, wie der Klimaschutz vor Ort gelingen kann und welche Vorteile die jeweilige Region davon hat.

Im Bereich der Mobilität finden sich hier zahlreiche innovative Projekte. Sie umfassen sowohl neue Wege zur Reduktion von Pkw-Alleinfahrten auf dem Arbeitsweg als auch Unternehmenslösungen zur klimafreundlichen Ausrichtung von Fuhrparks. Auch alternative Antriebstechniken wie Hybridbusse werden gefördert. Im Bereich der umweltfreundlichen Naherholung wird beispielsweise das Projekt www.naturtrip.org gefördert, das eine interaktive Karte für Freizeit und Urlaub mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland anbietet.

Erneuerbar mobil

Elektromobilität ist ein zentrales Mittel, um die klima- und energiepolitischen Ziele im Verkehrssektor zu erreichen – und damit ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer lebenswerten Umwelt und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Das BMUB fördert Forschungsvorhaben zum Thema Elektromobilität daher seit dem Jahr 2009 erfolgreich im Rahmen des Förderprogramms "Erneuerbar Mobil". Im Fokus stehen hierbei Projekte, die die energie- und klimapolitischen Potenziale der Elektromobilität erschließen und gleichzeitig zur Stärkung der Wettbewerbsposition deutscher Industriebranchen beitragen.

Dabei wird die wissenschaftliche Modellierung von Zukunftsszenarien bis ins Jahr 2050 ebenso gefördert wie die Anschaffung von Elektrofahrzeugen in Fuhrparks. Auch die Erprobung des oberleitungsgebundenen, elektrischen Betriebs von schweren Nutzfahrzeugen im Straßenverkehr (Stichwort: "O-Lkw") wird über "Erneuerbar mobil" gefördert. 

Umweltinnovationsprogramm

Pilotvorhaben auf großtechnischer Ebene kosten viel Geld – doch häufig eröffnen sie Wege hin zu innovativen Entlastungen der Umwelt. Daher fördert das Bundesumweltministerium Unternehmen bei solchen Vorhaben mit Mitteln aus dem "Umweltinnovationsprogramm (UIP)". Die unterstützten Maßnahmen sollen aufzeigen, wie neue technologische Verfahren, die erstmalig großtechnisch zum Einsatz kommen, zum Schutz der Umwelt genutzt und kombiniert werden können.

Zu den bisher geförderten Projekten zählt beispielsweise eine Landstromanlage, die den Aufenthalt von Schiffen im Hafen klima- und umweltfreundlicher macht. Gefördert wurde auch ein Pilotprojekt zum Bau innovativer Kesselwaggons für den Transport von Flüssigerdgas (LNG) auf der Schiene.

BMUB-Verbändeförderung

Um die existenziellen Herausforderungen wie Klimawandel, Verknappung der natürlichen Ressourcen oder Verlust an Artenvielfalt meistern zu können, braucht die Politik die Umwelt- und Naturschutzverbände als Partner. Sie genießen großes Vertrauen in der Bevölkerung und tragen mit ihrer Arbeit wesentlich dazu bei, die Akzeptanz für eine erfolgreiche Umwelt- und Naturschutzpolitik zu erhöhen. Das Bundesumweltministerium unterstützt Verbände deshalb durch finanzielle Zuwendungen in Form von Zuschüssen. Im Rahmen der geförderten Maßnahmen und Projekte werden neue Wege zu multimodalem Verkehr in der Stadt ebenso erprobt wie Klimaschutz-Innovationen im Schienenverkehr. Auch der Rad- und Fußverkehr erhält Unterstützung im Rahmen der Verbändeförderung.

Die Internationale Klimaschutzinitiative

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des BMUB fördert in sich noch entwickelnden Partnerländern nachhaltige Klimapolitik und Biodiversitätsschutzmaßnahmen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 konnten rund 500 Projekte auf den Weg gebracht werden. Sie werden durch unterschiedlichste internationale Durchführungsorganisationen in den Partnerländern durchgeführt und konzentrieren sich auf vier Kerngebiete: Minderung von Treibhausgas-Emissionen, Anpassung an die Folgen des Klimawandels, Waldschutz und Erhalt der Biodiversität.

Dabei suchen die Projekte nach Antworten auf die Herausforderungen und entwickeln neue politische, ökonomische und regulative Ansätze sowie technologische Optionen und Kooperationsmodelle. Innovation ist dabei ein wichtiges Kriterium der IKI, da die finanziellen Mittel im internationalen Kontext knapp bemessen sind. Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig für die IKI, dass die Lösungsansätze über das jeweilige Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen (transformativ) und übertragbar sind (scaling up). Insbesondere im Mobilitätsbereich wird dabei nicht nur die Entwicklung nicht fossiler Kraftstoffe sondern auch innovativer strombasierter Kraftstoffe unterstützt. Außerdem werden neue nachhaltige Verkehrsprojekte oder Formate zur Förderung des Süd-Süd-Austauschs zur Unterstützung nachhaltiger Mobilität in den Partnerländern von der IKI gefördert.

Städtebauförderung

Nachhaltige Mobilität in Städten braucht eine fußgänger-, radfahrer- und damit klimafreundliche Infrastruktur. Das BMUB fördert daher nachhaltige städtebauliche Strukturen, durch die Innenstädte und Ortszentren entsprechend ausgerichtet werden. So können mit Bundesmitteln in Gebieten der Städtebauförderung zum Beispiel Verkehrsknotenpunkte entlastet oder Einkaufsstraßen in fußgängerorientierte Begegnungszonen umgewandelt werden.

Darüber hinaus unterstützt der Bund gebietsbezogen auch den Aufbau von Fahrradinfrastruktur, beispielsweise durch die Etablierung neuer Radwege oder das Aufstellen von Fahrradboxen. Die Unterstützung erfolgt als Finanzhilfe des Bundes, die durch Mittel der Länder und Kommunen ergänzt werden. Für die Umsetzung sind die Kommunen verantwortlich.

Ein aktuelles Beispiel für Mobilitätsprojekte im Rahmen der Städtebauförderung ist ein Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr in der Innenstadt von Mülheim an der Ruhr, wo ein ehemaliges Teilstück der Rheinischen Bahn städtebaulich aufgewertet und als attraktive Verbindung für Fußgänger und Radfahrer gestaltet wird. Weitere Informationen auf dieser Seite.